Cystein - gegen das Altern, das es antioxidativ wirken kann. Seine Eigenschaften: Zusammen mit Glycin und Glutathion bildet Cystein Glutathion, ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans, und trägt somit zur Bekämpfung schädlicher freier Radikale bei. Seine antioxidative Wirkung verdankt Cystein seine schützende Kraft gegenüber degenerativen Krankheiten.

Es trägt zur Entgiftung bei, indem es mit in Zellen eingelagerten Schwermetallen, besonders Kupfer, Verbindungen eingeht und diese damit ausscheiden hilft. Weiterhin ist Cystein zusammen mit Pantothensäure an der Synthese von Fettsäuren beteiligt, die für Aufbau und Erhalt von Nervenzellen gebraucht werden.

Cystein kann in die Aminosäure Taurin umgewandelt werden, die für Nerven-, Verdauung- und Herz-Kreislauf-System bedeutsam ist. Es verleiht dem Bindegewebe Festigkeit.

Anwendungen
Cystein wird bei chronischen und durch freie Radikale entstandenen Krankheiten wie Arthritis, Parkinsonscher Krankheit, Arteriosklerose und Krebs eingesetz. Zusammen mit Glutathion oder Methionin wird es zur Entgiftung bei unterschiedlichen Belastungen wie Medikamente, Schwermetalle, Pestizide und Zigarettenrauch eingesetzt. Darüber hinaus trägt es zur Haargesundheit und dem Leberschutz bei. Weitere Einsatzgebiete sind Grauer Star (zusammen mit Riboflavin), Stärkung des Immunsystems, Bronchitis, Asthma, Magenentzündungen und Schuppenflechte.

Dosierung, Wechselwirkungen und Vorkommen
Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 0,5 - 1,5g. Cystein kommt in Lachs, Garnelen, Truthahn- und Hühnerbrust, Sojabohnen, Rindfleisch, Cashewnüssen und Weizenkeimen vor. Bei Überdosierung kann es zu Nieren- und Blasensteinen kommen und die Insulinwirkung kann gestört werden. Daher sollten hohe Dosen nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Zweckmäßig ist die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C (dreimal soviel wie Cystein) und Vitamin B6.