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Gesunde Ernährung – Sind Nahrungsergänzungsimmtel hilfreich?

Unsere moderne Ernährung ist nicht immer ausgewogen. Im stressigen Alltag greifen immer mehr Menschen auf Fertiggerichte und hoch verarbeitete Nahrung zurück. Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass der Bedarf an essenziellen Nährstoffen durch eine unausgewogene Ernährung nicht gedeckt werden kann. Ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen wie beispielsweise Kalzium, Magnesium, Vitamin A, C und D sowie an essenziellen Fettsäuren kommt häufiger vor.

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Es ist also nicht verwunderlich, dass das Interesse an Nahrungsergänzungsprodukten groß ist. Diese sind mittlerweile ohne Rezept und online in der shop-apotheke erhältlich. Viele Menschen nehmen Nahrungsergänzung ein, in dem Glauben, so eine unausgewogene Ernährung ausgleichen zu können. Sie versprechen sich vor allem einen präventiven Nutzen zur Abwehr von Krankheiten. Doch sind synthetisch erzeugte Vitamine und Mineralstoffe wirklich ein Ersatz für eine gesunde Ernährung? Können solche Produkte mitunter sogar schädlich sein?

 
 

Punkt 1

Welche Nährstoffe benötigt unser Körper?

Die Angaben und Empfehlungen für die benötigte Nährstoffzufuhr schwanken je nach Quelle. Insbesondere für die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen geben einzelne Länder unterschiedliche Empfehlungen.

Insgesamt gibt es nach momentanem Kenntnisstand etwa 50 Nährstoffe, die wir über die Nahrung aufnehmen müssen, weil sie unser Körper nicht selbst produzieren kann. Dazu zählen neben den Hauptnährstoffen Kohlenhydrate, Proteine und Fette unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe.

Nicht jeder Nährstoff muss täglich in der erforderlichen Menge aufgenommen werden, weil unser Körper einige Vitamine und Mineralstoffe speichert.

Die Empfehlungen für den Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen unterschiedlicher Personengruppen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bieten einen guten Anhaltspunkt.

Vergleichen wir die Empfehlungen mit dem Gehalt an Nährstoffen in unserer Nahrung fällt doch auf, dass es nicht leicht ist, diese Empfehlungen im Alltag vollumfänglich umzusetzen. Folsäure, Eisen, Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E sowie Magnesium und Kalzium gehören beispielsweise zu den Nährstoffen, die wir häufig in zu geringen Mengen aufnehmen. Vitamin C ist zwar in zahlreichen Nahrungsmitteln enthalten, doch durch Lagerung und Verarbeitung (beispielsweise erhitzen) reduziert sich der Gehalt an Vitamin C in vielen Nahrungsmitteln erheblich.

Punkt 2

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Wie sieht eine ausgewogene Ernährung aus?

Die DEG hat zehn Regeln für eine ausgewogene Ernährung aufgestellt. Die Ernährung sollte möglichst abwechslungsreich gestaltet werden, pflanzliche Lebensmittel und schonend zubereitete Speisen sind zu bevorzugen. Die DGE empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag.

Vollkornprodukte und Kartoffeln stellen zusammen mit Obst und Gemüse die Basis der Ernährung dar. Diese wird durch hochwertige tierische und pflanzliche Eiweißquellen wie beispielsweise Fisch, Hülsenfrüchte oder mageres Fleisch ergänzt. Gesundheitsfördernde Fette aus pflanzlichen Quellen enthalten die lebenswichtigen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.

Besonders vorteilhaft sind Leinöl, Rapsöl und Olivenöl sowie Nüsse. Darüber hinaus sollten Zucker und Salz möglichst eingespart werden, als Getränk empfiehlt die DGE Wasser und ungesüßte Getränke wie beispielsweise Tee.

Im Alltag ist es nicht immer einfach, diese Regeln umzusetzen. Hoch verarbeitete Nahrungsmittel wie Fertiggerichte und Fast Food enthalten nur noch wenig Mineralstoffe und Vitamine.

Punkt 3

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Die wissenschaftliche Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln

Immer wieder gibt es neue Studien zum Thema Nahrungsergänzungsmittel mit unterschiedlichen Ergebnissen und Empfehlungen. Vitamin D beispielsweise soll präventiv gegen verschiedenste Krankheiten wie Krebs, Depressionen und Diabetes helfen. Bei einem unausgeglichenen Vitamin D Haushalt sind Präperate sind leicht erhältllich. Omega-3 Fettsäuren werden zur Vorbeugung vor kardiovaskulären Erkrankungen empfohlen. Antioxidantien wie Betacarotin, Vitamin C und Vitamin E gelten als vielversprechende Nahrungsergänzung gegen verschiedene Erkrankungen wie Alzheimer oder der Krebs.

Auf der anderen Seite sind diese Studien umstritten. Bei vielen Studien zum Thema Nahrungsergänzung handelte es sich ausschließlich um Beobachtungsstudien, die Wirkung wurde nicht gegen ein Placebo getestet. Wissenschaftliche Studien nach strengeren Kriterien, unter anderem die groß angelegte amerikanische VITAL Studie zu Vitamin D und Omega-3 kamen nicht zu denselben positiven Ergebnissen. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass die Einnahme dieser Stoffe als Nahrungsergänzung einen gesundheitlichen Vorteil hat.

Verbraucher sind verunsichert. Einerseits ist es nicht immer leicht, die Empfehlungen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung einzuhalten, andererseits sind Nahrungsergänzungsprodukte teilweise in Verruf geraten.

Sind Nahrungsergänzungsmittel nun hilfreich oder nicht? Ernährungswissenschaftler empfehlen, den Körper durch eine ausgewogene Ernährung mit allen essenziellen Nährstoffen zu versorgen. Nahrungsergänzung sollte nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Unter bestimmten Umständen kann es zu einem Mangel kommen, der allein durch die Ernährung nicht auszugleichen ist. Einige Erkrankungen wie beispielsweise die Gastritis und die Einnahme von Medikamenten können dazu führen, dass der Körper bestimmte Nährstoffe nicht aufnehmen kann. Wird über eine Blutuntersuchung ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen festgestellt, ist Nahrungsergänzung sinnvoll. Die Dosierungsempfehlung sollte durch den behandelnden Arzt erfolgen.

Punkt 4

Bücher zum Thema

Punkt 5

Quellen 

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